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So viel Verwaltungsaufwand steckt in einem Tag im Sozialen Dienst

Die Dokumentationsanforderungen in den schwedischen Sozialen Diensten sind im vergangenen Jahrzehnt deutlich gestiegen. Heute verbringt eine Fachkraft im Sozialen Dienst durchschnittlich bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit vor dem Bildschirm. So kann moderne KI Stunden für das Gespräch mit Klientinnen und Klienten zurückgeben.

Ismail Sacic & Kerim Kapetanovic•Gründer, Interpreto
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So viel Verwaltungsaufwand steckt in einem Tag im Sozialen Dienst

Die Dokumentationslast in Zahlen

Erhebungen der schwedischen Gewerkschaften Vision und Akademikerförbundet SSR zeigen übereinstimmend, dass administrative Überlastung der wichtigste einzelne Grund für Personalfluktuation und Stress in den schwedischen Sozialen Diensten ist. Auf jede Stunde im Gespräch mit einer Familie, einem jungen Menschen oder einer Person, die Hilfe beantragt, kommen oft ein bis zwei Stunden Nacharbeit.

Die Fachkraft muss ihre Notizen ins Reine schreiben, die Informationen nach den schwedischen Dokumentationsmodellen BBIC (Barns behov i centrum, „Die Bedürfnisse des Kindes im Mittelpunkt“) oder IBIC (Individens behov i centrum, „Die Bedürfnisse des Einzelnen im Mittelpunkt“) strukturieren, die Angaben an der geltenden Gesetzgebung messen und den Text schließlich in das Fachverfahren der Kommune übertragen, etwa Pulsen Combine, Treserva oder Lifecare.

Qualitätsverlust bei manueller Aktenführung

Werden Aktenvermerke am späten Nachmittag oder mehrere Tage nach einem Klientengespräch geschrieben, gehen wertvolle Details verloren. Die Fachkraft muss sich auf hastig notierte Stichpunkte auf einem Block verlassen. Das sorgt nicht nur für persönlichen Frust, sondern ist auch ein reales Risiko für die Rechtssicherheit.

Mit dem neuen schwedischen Sozialdienstgesetz (2025:400) steigen zudem die Anforderungen an Erreichbarkeit, frühzeitige Hilfen und zügige Fallbearbeitung. Diese Anforderungen mit unveränderten Arbeitsweisen und manuellen Abläufen zu erfüllen, ist eine Rechnung, die nicht aufgeht.

Wie KI den Zeitaufwand in der Praxis verändert

Ein spezialisierter KI-Assistent kann während des Gesprächs zuhören und es in Echtzeit dokumentieren, ob im Büro, am Telefon oder bei einem Hausbesuch. Die KI unterscheidet, wer was sagt, erfasst die relevanten Sachverhalte und strukturiert den Vermerk direkt nach den eigenen Vorlagen Ihrer Verwaltung für die Bedarfsermittlung.

Die Fachkraft muss nicht mehr mit einem leeren weißen Dokument beginnen. Stattdessen wird ein fertiger, gut formulierter Entwurf geprüft und freigegeben. Unsere Messungen aus kommunalen Pilotprojekten zeigen eine Zeitersparnis von 20 bis 40 Minuten pro Klientengespräch.

Mehr Zeit für die menschliche Begegnung

Ziel von KI im Sozialen Dienst ist nie, die professionelle Einschätzung von Fachleuten der Sozialen Arbeit zu ersetzen. Im Gegenteil: Es geht darum, die mechanische Schreibarbeit abzunehmen, damit die Fachkraft ganz im Raum präsent sein, aktiv zuhören und die vertrauensvolle Beziehung aufbauen kann, die Voraussetzung für gelingende Soziale Arbeit ist.

Zusammenfassung

Automatisieren Kommunen die Vermerke für Bedarfsermittlung und Akte direkt aus dem Gespräch, können sie jedes Jahr Hunderte Stunden pro Fachkraft einsparen, mit mehr Rechtssicherheit und weniger administrativem Stress als direkter Folge.

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